Plus-Size Modelling: So startest du als Curve Model durch

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Während die Modewelt jahrzehntelang Konfektionsgröße 34 als Standard propagierte, repräsentieren Plus-Size Models heute die Realität: Laut Statistischem Bundesamt tragen 67 Prozent der deutschen Frauen Kleidergröße 42 oder größer. Plus-Size Modelling ist längst keine Nische mehr, sondern ein Wachstumsmarkt mit handfesten Karrierechancen. Agenturen wie Curve Models Hamburg oder Pars Management Berlin haben eigene Divisions nur für Curve Models aufgebaut, und Brands wie H&M, Zalando oder About You zeigen kurvige Körper in ihren Kampagnen ganz selbstverständlich.
Der Weg ins Plus-Size Modelling unterscheidet sich in einigen Punkten vom Standard-Modelbusiness. Welche Maße musst du mitbringen, welche Agenturen suchen aktiv Curve Models und wie startest du deine Bewerbung professionell? Dieser Ratgeber liefert dir konkrete Antworten, echte Zahlen und praxisnahe Schritte, um als Curve Model durchzustarten.
Was ist Plus-Size Modelling und wie unterscheidet es sich vom Standard-Segment?
Plus-Size Modelling beschreibt die Arbeit von Models, die Kleidergrößen ab 42 bis 50 oder größer tragen. Im Fachjargon spricht man auch von Curve Models oder Curvy Models. Während Standard-Models in der Regel Konfektionsgröße 34 bis 36 tragen und eine Körpergröße zwischen 175 und 181 cm haben, bewegen sich Curve Models meist in einem Größenbereich von 170 bis 185 cm bei Konfektionsgrößen zwischen 42 und 48. Bei den Maßen gelten als Richtwerte: Brust ab 95 cm, Taille ab 75 cm, Hüfte ab 105 cm. Diese Werte sind jedoch nicht in Stein gemeißelt, jede Agentur hat leicht unterschiedliche Anforderungen.
Ein zentraler Unterschied liegt im Arbeitsfeld: Plus-Size Models werden gezielt für Kampagnen gebucht, die kurvige Körper zeigen wollen. Das kann Mode für große Größen sein, aber auch allgemeine Werbung, die Diversität abbilden will. Laut einer Studie von McKinsey & Company aus dem Jahr 2022 steigerten Fashion-Brands ihre Ausgaben für inklusive Marketingkampagnen um durchschnittlich 43 Prozent gegenüber 2019. Diese Entwicklung öffnet Türen, schafft aber auch Konkurrenzsituationen: Du trittst nicht mit Standard-Models in Wettbewerb, sondern mit anderen Curve Models um dieselben Jobs.
Welche Maße braucht man als Curve Model in Deutschland?
Die konkreten Anforderungen variieren je nach Agentur und Auftraggeber. Die größte deutsche Plattform für Curve Models, Pars Management Berlin, gibt als Mindestmaße für weibliche Curve Models folgende Werte an: Körpergröße ab 170 cm, Konfektionsgröße 42 bis 48, Brustumfang ab 95 cm, Taillenumfang ab 75 cm, Hüftumfang ab 105 cm. Bei Agenturen wie Louisa Models München oder Bridge Models Hamburg können die Richtwerte leicht abweichen, der Rahmen bleibt aber ähnlich.
Wichtig ist, dass deine Proportionen harmonisch wirken und du dich in deinem Körper wohlfühlst. Kunden buchen Curve Models nicht nur wegen der Konfektionsgröße, sondern weil sie Ausstrahlung, Selbstbewusstsein und Authentizität transportieren sollen. Ein gesundes Erscheinungsbild, gepflegte Haut, gepflegtes Haar und ein strahlendes Lächeln sind mindestens genauso entscheidend wie die Zentimeter an Brust oder Hüfte.
Männliche Curve Models, auch Plus-Size Male Models genannt, sind seltener, aber es gibt sie. Hier gelten oft Körpergrößen ab 180 cm und Konfektionsgrößen ab 52 oder größer. Agenturen wie Seeds Management oder Model Management Hamburg vertreten auch männliche Curve Models, die Nachfrage wächst allerdings langsamer als im weiblichen Segment.
Wie werde ich Plus-Size Model: Der konkrete Einstieg
Dein Weg ins Plus-Size Modelling startet idealerweise mit einer ehrlichen Selbstanalyse: Erfüllst du die körperlichen Anforderungen, hast du Interesse an Mode und Fotografie, und bist du bereit, Absagen zu akzeptieren? Wenn ja, folgen diese Schritte:
- Recherchiere Agenturen, die explizit Curve Models vertreten: Pars Management, Louisa Models München, Bridge Models Hamburg, Modelwerk Hamburg, Seeds Management Hamburg. Schau dir deren Website an und notiere dir die Anforderungen und Bewerbungsmodalitäten.
- Erstelle aussagekräftige Polaroids oder erste Testfotos: Keine aufwendigen Shootings nötig, sondern natürliche Bilder in guter Auflösung. Zeige dich frontal, seitlich, im Porträt und in Ganzkörper-Aufnahme. Trage eng anliegende, schlichte Kleidung, dezentes Make-up, keine Filter.
- Bewirb dich direkt bei den Agenturen über deren Online-Formulare oder per E-Mail. Halte deine Nachricht kurz, nenne deine Maße, dein Alter, deinen Wohnort und füge die Polaroids als Anhang oder Link bei. Weitere Tipps zur professionellen Bewerbung findest du in unserem Ratgeber Tipps für deine perfekte Model Bewerbung.
- Parallel kannst du dich auf Online-Plattformen wie Model-Kartei.de oder Instagram präsentieren. Erstelle ein professionelles Profil, nutze relevante Hashtags wie #PlusSizeModel, #CurveModel oder #BodyPositivity und vernetze dich mit Fotografen, die TFP-Shootings anbieten.
Plus-Size Model ohne Agentur: Geht das überhaupt?

Ja, du kannst auch ohne Agentur starten. Viele Curve Models bauen sich zunächst eigenständig eine kleine Online-Präsenz auf, sammeln erste Shootings und werden dann von Agenturen entdeckt. Der direkte Weg über Plattformen wie Instagram, TikTok oder Model-Kartei.de ermöglicht es dir, dein Portfolio Schritt für Schritt aufzubauen. Achte darauf, dass du professionelle Fotos zeigst, keine privaten Schnappschüsse. Auch ohne Agentur kannst du dich direkt bei Brands, Online-Shops oder Fotografen bewerben, die Curve Models suchen.
Ein Nachteil: Du hast keine Verhandlungsmacht, keine Rechtsberatung und keine Qualitätskontrolle bei Verträgen. Wenn du als Curve Model ohne Agentur arbeitest, lies jeden Vertrag genau durch oder nutze unsere Tipps im Artikel Modelvertrag prüfen: Worauf du achten musst. Eine Agentur übernimmt diese Absicherung normalerweise für dich und kassiert dafür eine Provision zwischen 20 und 30 Prozent.
Deine Sedcard als Visitenkarte im Plus-Size Modelling
Die Sedcard ist dein wichtigstes Werkzeug. Sie zeigt auf einen Blick, wer du bist, wie du aussiehst und welche Vielseitigkeit du mitbringst. Eine professionelle Sedcard für Curve Models enthält mindestens sechs bis acht Fotos: ein Porträt, ein Ganzkörperfoto frontal, ein Ganzkörperfoto seitlich, ein Foto in Freizeitkleidung, ein Foto in Business-Outfit und idealerweise ein bis zwei emotional aufgeladene Fashion-Aufnahmen. Dazu gehören deine Maße, Konfektionsgröße, Schuhgröße, Haarfarbe, Augenfarbe sowie Kontaktdaten.
Lass deine Sedcard von einem Fotografen erstellen, der Erfahrung mit Curve Models hat. Vermeide Überbelichtung, extreme Retusche oder irreführende Posen. Kunden wollen sehen, wie du wirklich aussiehst, nicht eine bearbeitete Version. Erste professionelle Shootings kosten zwischen 150 und 400 Euro, TFP-Shootings sind kostenlos, wenn beide Seiten die Bilder nutzen dürfen.
Welche Agenturen suchen aktuell Curve Models in Deutschland?
Die Nachfrage nach Plus-Size Models ist in den letzten Jahren gestiegen, doch nicht jede klassische Modelagentur hat eine Curve Division. Hier eine Auswahl von Agenturen, die gezielt Curve Models vertreten und bei denen eine Bewerbung lohnt:
Pars Management Berlin ist eine der bekanntesten Agenturen für Curve Models in Deutschland. Sie vertritt Models ab Konfektionsgröße 42 und vermittelt sie an nationale und internationale Kunden. Louisa Models München hat ebenfalls eine eigene Plus-Size-Abteilung und arbeitet mit Brands wie s.Oliver, Sheego oder Navabi zusammen. Bridge Models Hamburg vertritt Curve Models für Editorial, E-Commerce und Kampagnen. Modelwerk Hamburg und Seeds Management Hamburg ergänzen das Angebot in Norddeutschland.
Wenn du dich bei mehreren Agenturen gleichzeitig bewirbst, sei ehrlich und transparent. Agenturen tauschen sich untereinander aus, und Doppelbewerbungen ohne Absprache gelten als unprofessionell. Mehr zu den Unterschieden zwischen Agenturen erfährst du in unserem Beitrag Die Unterschiede zwischen Model Agenturen.
Wie viel verdient man als Plus-Size Model?
Die Gagen im Plus-Size Modelling liegen je nach Auftrag, Erfahrung und Auftraggeber zwischen 150 und 2.000 Euro pro Tag. Für E-Commerce-Shootings, also Produktfotos für Online-Shops, werden oft Tagessätze zwischen 150 und 400 Euro gezahlt. Kampagnen für größere Brands oder Editorials in Magazinen können mit 500 bis 1.500 Euro pro Tag vergütet werden. Top-Curve-Models wie Ashley Graham oder Paloma Elsesser verdienen deutlich mehr, bewegen sich aber in einer anderen Liga.
Laut einer Branchenumfrage der Agentur Modelwerk Hamburg aus dem Jahr 2023 liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen von Curve Models in Deutschland, die regelmäßig arbeiten, bei etwa 18.000 bis 35.000 Euro. Vollzeit-Models mit etablierter Karriere und internationalen Buchungen erreichen auch 50.000 Euro und mehr. Zum Vergleich: Standard-Models verdienen im Schnitt ähnliche Beträge, da sich die Anzahl der Jobs und die Gagen angleichen.
Body Positivity und Plus-Size Modelling: Mehr als ein Trend

Body Positivity ist kein Marketing-Gag, sondern eine gesellschaftliche Bewegung, die sich gegen unrealistische Schönheitsideale richtet. Plus-Size Modelling ist ein sichtbares Zeichen dieser Bewegung. Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus dem Jahr 2023 gaben 78 Prozent der befragten Frauen in Deutschland an, dass sie sich von Werbung mit kurvigen Models besser repräsentiert fühlen als von klassischen Laufsteg-Looks.
Für dich als angehendes Curve Model bedeutet das: Du trägst eine Botschaft. Deine Arbeit zeigt, dass Schönheit vielfältig ist und dass Mode für alle Körpertypen gemacht sein sollte. Diese Haltung solltest du auch auf Social Media transportieren, authentisch und ohne aufgesetzte Posen. Brands suchen Models, die ihre Werte teilen und glaubwürdig verkörpern.
Häufig gestellte Fragen: Plus-Size Modelling im Überblick
Was ist der Unterschied zwischen Plus-Size und Standard Model?
Plus-Size Models tragen Konfektionsgrößen ab 42 bis 50 oder größer und werden gezielt für Kampagnen gebucht, die kurvige Körper zeigen. Standard-Models tragen in der Regel Größe 34 bis 36 und arbeiten vorwiegend im High-Fashion-Bereich. Die Anforderungen an Körpergröße, Proportionen und Ausstrahlung sind in beiden Segmenten hoch, der Markt unterscheidet sich jedoch in Zielgruppen, Auftraggebern und Kampagnenausrichtung.
Wie werde ich Plus-Size Model in Deutschland ohne Erfahrung?
Beginne mit einer Selbstanalyse deiner Maße und recherchiere Agenturen, die Curve Models vertreten. Erstelle natürliche Polaroids und bewirb dich direkt bei Agenturen wie Pars Management, Louisa Models oder Bridge Models. Parallel kannst du dir auf Plattformen wie Model-Kartei.de oder Instagram ein Portfolio aufbauen und erste TFP-Shootings vereinbaren. Erfahrung ist kein Muss, Professionalität und Engagement schon.
Welche Maße braucht man als Curve Model genau?
Als weibliches Curve Model solltest du mindestens 170 cm groß sein, Konfektionsgröße 42 bis 48 tragen und Maße ab circa 95-75-105 cm (Brust-Taille-Hüfte) mitbringen. Diese Werte variieren je nach Agentur leicht. Männliche Curve Models sollten ab 180 cm groß sein und Konfektionsgrößen ab 52 tragen. Wichtiger als exakte Zentimeter sind harmonische Proportionen und ein gesundes, gepflegtes Erscheinungsbild.
Kann ich als Plus-Size Model auch international arbeiten?
Ja, der Markt für Curve Models wächst weltweit. Agenturen wie Pars Management oder Louisa Models haben internationale Partnerschaften und vermitteln ihre Models auch ins Ausland. Metropolen wie London, New York, Paris und Mailand haben eigene Curve-Divisions bei großen Agenturen. Voraussetzung ist ein professionelles Portfolio, Englischkenntnisse und die Bereitschaft zu reisen. Internationale Jobs zahlen oft höhere Gagen, erfordern aber auch mehr Flexibilität.
Wie lange dauert es, als Curve Model erfolgreich zu werden?
Das hängt stark von deinem Einsatz, deinem Netzwerk und der Marktnachfrage ab. Einige Models bekommen bereits wenige Wochen nach ihrer ersten Bewerbung erste Aufträge, andere brauchen sechs bis zwölf Monate, um regelmäßig gebucht zu werden. Der Aufbau eines professionellen Portfolios, die Zusammenarbeit mit einer Agentur und kontinuierliche Präsenz auf Social Media beschleunigen den Prozess. Geduld, Durchhaltevermögen und Professionalität sind entscheidend.
Fazit: Dein Start ins Plus-Size Modelling beginnt jetzt
Plus-Size Modelling bietet echte Karrierechancen in einem Markt, der wächst und gesellschaftlich relevanter wird. Du brauchst keine perfekte Size Zero, sondern Selbstbewusstsein, Professionalität und den Mut, dich zu zeigen. Prüfe deine Maße, erstelle professionelle Polaroids und bewirb dich bei Agenturen, die Curve Models aktiv vertreten. Nutze Plattformen wie Instagram oder Model-Kartei.de, um dein Portfolio aufzubauen, und vernetze dich mit Fotografen und anderen Models.
Egal ob du mit oder ohne Agentur startest: Halte deine Erwartungen realistisch, investiere in gute Fotos und bleib authentisch. Plus-Size Modelling ist kein Selbstläufer, aber mit Einsatz, Geduld und der richtigen Strategie kannst du dir in diesem Segment eine erfolgreiche Karriere aufbauen. Dein erster Schritt? Bewirb dich heute bei einer Agentur oder buche dein erstes Testshooting.